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Alexanderplatz Berlin
Der Alexanderplatz ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte und der bekannteste Platz Berlins. Im Volksmund wird der Platz auch einfach „Alex“ genannt.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) wird die Stadtmauer Berlins verstärkt. Dadurch entsteht am Rande der damaligen Stadt der heutige Alexanderplatz. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts werden hier bereits regelmäßig Vieh- und Wochenmärkte abgehalten. In den folgenden Jahrzehnten entwickelt er sich zu einem der wichtigsten Plätze Berlins. Am 25. Oktober 1805 besucht der russische Zar Alexander I. die Stadt Berlin. Ihm zu Ehren lässt der preußische König Friedrich Wilhelm III. den Platz in Alexanderplatz umbenennen.
Im Jahr 1882 eröffnet die Stadtbahn den ersten Bahnhof am Alexanderplatz. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstehen große Warenhäuser am Alexanderplatz. Dadurch erlebt der Platz seine Blütezeit und wird zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt Berlin. Bis 1930 wird der Alexanderplatz mit drei U-Bahn Linien und einer Fern- und S-Bahn zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Das tägliche Verkehrschaos am Platz führt zu einem weiteren Umbau. In seiner Mitte entsteht ein Kreisverkehr. Zahlreiche weitere Umbaumaßnahmen können jedoch nicht realisiert werden, da in der Zeit der Weltwirtschaftskrise (1929) die finanziellen Mittel fehlen. Während des Zweiten Weltkriegs (1939 –1945) werden mehrere Gebäude, die den Alexanderplatz umgeben, zerstört.
In der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (1949 – 1990) erhält der Platz sein heutiges Aussehen. Ganz in der Nähe entsteht ab 1965 der Berliner Fernsehturm. Zwei Jahre später beginnt man mit der Vergrößerung des Alexanderplatzes. Die Straßenbahnlinien werden umgelegt und somit vom Platz entfernt. Der Verkehr wird auf vierspurigen Straßen ebenfalls um den Platz herumgeführt. Rund um den Platz entstehen mehrere Hochhäuser, darunter das damalige „Centrum“-Warenhaus und das Haus der Elektroindustrie. Auf dem Platz selbst entsteht der „Brunnen der Völkerfreundschaft“, eine Arbeit des Künstlers Walter Womacka. Die Urania-Weltzeituhr ist ein Wahrzeichen der Stadt Berlin und Teil des Alexanderplatzes. Sie zeigt die Uhrzeiten aller 24 Zeitzonen der Erde an. Über der Uhr befindet sich eine vereinfachte Darstellung des Sonnensystems. Das 16 Tonnen schwere Bauwerk wird im Jahr 1969 feierliche der Öffentlichkeit übergeben.
Auch heute wird am Alexanderplatz wieder gebaut. Derzeit entstehen ein sechsstöckiges Handelshaus und eine Tiefgarage für rund 700 Autos. Geplant sind zehn weitere Hochhäuser, die in den nächsten Jahrzehnten entstehen sollen.
Mit seinen riesigen Ausmaßen der abwechslungsreichen Vergangenheit zählt der Alexanderplatz auf jeden Fall zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins.
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