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Friedrichswerdersche Kirche
Die Friedrichswerdersche Kirche befindet sich am Werderschen Markt in Berlin-Mitte. Das Gotteshaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt heute zahlreiche Werke deutscher Bildhauer.
Die Friedrichswerdersche Kirche wird 1830, nach sechsjähriger Bauzeit fertig gestellt. Die Entwürfe für den Bau stammen vom preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel. Lange Zeit werden hier Messen für die deutsche und französische Gemeinde von Berlin abgehalten. Noch heute erinnern eine Eichenholzkanzel und die original Fenster an den ursprünglihen Zweck des Bauwerks.
Während des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945) wird die Kirche schwer beschädigt. Nach dem Krieg prägt die Ruine der Kirche mehrere Jahrzehnte lang das berliner Stadtbild. Erst 1982 beginnt eine umfangreiche Instandsetzung des Gotteshauses. Im Jahr 1987 wird es als Teil der Nationalgalerie und als Schinkelmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Heute befinden sich in der Friedrichswerderschen Kirche rund 90 Werke klassizistischer Bildhauer. Dazu zählen unter anderem Skulpturen von Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch. Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken zählt das Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike von Preußen. Die sogenannte Prinzessinnengruppe von Schadow ist als Original-Gipsmodell in der Kirche zu sehen.
Die Friedrichswerdersche Kirche beherbergt außerdem eine umfassende Dokumentation zum Leben und zu den Werken von Kar Friedrich Schinkel. Als Architekt, Stadtplaner und Maler hat Schinkel den Klassizismus in Preußen entscheidend geprägt. Mit der Friedrichswerderschen Kirche hat er ein Hauptwerk der deutschen Neugotik geschaffen.
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