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Hackesche Höfe Berlin

Hackesche Höfe Berlin



Die Hackeschen Höfe bilden das größte geschlossene Hofareal Deutschlands. Sie befinden sich in Berlin-Mitte, nahe des sogenannten Scheunenviertels.



Auf über 9.000 Quadratmetern entsteht in Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Wohn- und Gewerbehofanlage Deutschlands. Über acht Höfe sind Büro- und Geschäftshäuser, Fabriketagen, Festsäle und Wohnungen miteinander verbunden. Ziel der Erbauer ist es, die Wohnsituation der, in dieser Zeit völlig überbevölkerten Stadt, zu verändern. So liegen die Hackeschen Höfe weit ab vom städtischen Straßenlärm. Zur Ausstattung der Höfe gehören kleine Grünanlagen und mehrere Brunnen. Auch die sanitären Einrichtungen unterscheiden sich grundlegend von den engen Mietskasernen Berlins. Alle Wohnungen sind mit Bädern, Innentoiletten und Zentralheizung ausgestattet.

Nach der Fertigstellung der Anlage im Jahr 1907 beziehen die ersten Bewohner die Hackeschen Höfe. In den Festsälen finden darauf hin regelmäßig Familien- und Vereinsfeiern statt. Die Büro- und Gewerberäume werden unter anderem von einer Bank und mehreren Bekleidungsgeschäften genutzt. Aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation in der Zeit der Weimarer Republik (1919 – 1933) lassen die kulturellen und öffentlichen Aktivitäten in den Hackeschen Höfen deutlich nach. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (1939 –1945) werden die Höfe vom Deutschen Familien-Kaufhaus als Firmenzentrale und Lagerraum genutzt.

Nach dem Krieg verfallen die Höfe zusehends. Erst im Jahr 1995 beginnen umfassende Sanierungsarbeiten an dem gesamten Komplex. Zwei Jahre später werden die Arbeiten an den Hackeschen Höfen abgeschlossen. Seitdem werden sie wieder als Wohn- und Geschäftshäuser genutzt.

Heute bieten die Hackeschen Höfe ihren Besuchern ein vielseitiges Angebot an Restaurants und Geschäften. Damit zählen die Höfe zu den schönsten Einkaufspassagen Berlins.



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