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Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin



Die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet sich direkt am Kuhdamm in Berlin. Heute wird das Gotteshaus meist nur „Gedächtniskirche“ genannt.



Im Jahr 1891 veranlasst der deutsche Kaiser Wilhelm II. den Bau der Gedächtniskirche. Sie soll an den Großvater des Kaisers, Wilhelm I., erinnern. Vier Jahre nach Baubeginn wird die Kirche geweiht. Die Gedächtniskirche ist zu dieser Zeit eines der beeindruckendsten Bauwerke Berlins. Insgesamt fünf Türme schmücken das Dach der Kirche. Der Hauptturm ist mit 113 Meter der höchste der ganzen Stadt. Besonders außergewöhnlich ist, dass die Außenfassade der Gedächtniskirche nicht, wie so oft, aus Sandstein besteht, sondern aus sogenanntem Tuffstein. Dieses Gestein gilt als besonders weich, jedoch als nicht sehr widerstandfähig.

Bei Bombenangriffen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg (1939 - 1945) wird die Gedächtniskirche weitgehend zerstört. Die Ruine bleibt als Mahnmal gegen den Krieg erhalten wird jedoch durch vier weitere Bauwerke ergänzt. Bis 1961 werden ein Kirchenschiff, ein Glockenturm, eine Kapelle und ein Foyer an die Ruine angebaut. Heute gilt die Gedächtniskirche als eines der wichtigsten Denkmäler der Nachkriegsmoderne und als ein Wahrzeichen der Stadt Berlin.

Besonders markant ist sind die Außenfassaden der neuen Gebäude rund um die Ruine der Gedächtniskirche. Sie bestehen aus mehr als 30.000 Glasfenstern von denen jedes Einzelne aus vielen kleinen farbigen Glasteilen gefertigt ist. Die Glasfassade lässt die Gebäude in der Nacht farbig leuchten. Am Tag sind die Innenräume der Gedächtniskirche dagegen in ein vorwiegend blaues Licht getaucht. In der Gedenkhalle der Kirche weisen gut erhaltene Mosaike auf Wilhelm I. hin. Zahlreiche Schrifttafeln und Ausstellungstücke informieren über die Geschichte der Gedächtniskirche.



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