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St. Marienkirche Berlin
Die St. Marienkirche Berlin befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und zum Alexanderplatz. Mit ihrer 750-jährigen Geschichte zählt sie zu den ältesten Kirchen Berlins.
Die Sankt Marienkirche wird im 13. Jahrhundert, im Zuge der ersten mittelalterlichen Stadterweiterung Berlins, errichtet. Bei einem großen Stadtbrand im Jahr 1380 wird die Kirche beschädigt. Daraufhin wird der Innenraum des Gotteshauses erneuert. Ihren großen Turm erhält die St. Marienkirche um 1418. Nach mehrfachen Erneuerungen erhält der Turm zwischen 1789 und 1790 einen Aufbau aus Kupfer.
Die Kuppel stammt vom preußischen Architekten und Baumeister Carl Gotthard Langhans und ist heute noch vorhanden. Bereits seit 1938 ist die Kirche die offizielle Predigtstätte des Bischofs der Berlin-Brandenburgischen Landeskirche. Im Zweiten Weltkrieg (1939 -1945) wird die Kirche nur leicht beschädigt. Damit zählt sie zu den wenigen Großkirchen in Deutschland, die unmittelbar nach dem Krieg weiter genutzt werden können. Heute ist die Marienkirche vollständig restauriert und Schauplatz für kirchliche Ereignisse, wie Gottesdienste oder Konzerte.
Bei einem Besuch der St. Marienkirche fallen sofort die leuchtend roten Ziegel des Kirchdachs ins Auge. Im Inneren beherbergt die Kirche über 40 Gemälde aus dem 15. bis zum 20. Jahrhundert. Das Totentanzfresko in der St. Marienkirche gehört zu den wichtigsten erhaltenen mittelalterlichen Kunstwerken Berlins. Das über 22 Meter lange und 2 Meter hohe Wandbild zeigt geistliche und weltliche Ständevertreter, die mit jeweils einer Todesgestalt tanzen. Das Werk stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert und zieht sich teilweise durch den Innenraum der Kirche. Sehenswert ist auch die prunkvoll verzierte Wagnerorgel aus dem 18. Jahrhundert. Auf ihr spielte im Jahr 1747 Johann Sebastian Bach. In der St. Marienkirche werden Besuchern regelmäßig Führungen angeboten.
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